2007_2008_09
Der erweiterte Sauhaufen auf Tour
Trainingslager Schwäbisch Hall 2008
vom 09. Mai bis 15. Mai 2008
Spätestens im November 2007 stand fest; wir haben eine mutige Trainerin. Marion plante ihr erstes Trainingslager mit uns. Als Trainingsort hatte sie sich Schwäbisch Hall ausgesucht, denn dort gibt es eine tolle Jugendherberge und auch die Trainingsbedingungen (50m Bahn!) im Schenkenseebad sind wirklich optimal, denn „wir sin ja die, die gwinne … schwimme welle“ (so unser Trainingsmotto).
1. Tag Freitag, 09. Mai
Am 9. Mai war es endlich soweit: Wir (Oli, Cedrik, Pascal, Josh, Kai, Jannik, Sandra, Hannah, Christiane, Isabelle, Mirjam, Sarah, Katharina, Judith und Franny) trafen uns samt unserer Trainerin Marion und den zwei uns begleitenden Familien Hustert und Vogelbacher am Bahnhof in Bruchsal.
Um 12.33 Uhr ging’s los. Wir alle waren total gespannt und freuten uns auf die gemeinsame Woche in Schwäbisch Hall.
Nach einer lustigen Fahrt in zwei Bummelzügen hatten wir unser Ziel erreicht und mussten dann dort erst mal einen langen steilen Weg zur JuHe hinaufsteigen. Oben angekommen bezogen wir unsere schönen Zimmer (wir durften die neuen Betten jetzt „einschlafen“) und richteten uns dort gemütlich ein.
Nach einem leckeren Abendessen (das muss man wirklich sagen: Das Essen war fast ausschließlich vorzüglich!) fand auch schon das erste Trockentraining statt.
Anschließend wurden bei einem gemütlichen, lustigen Spieleabend alle Schwimmer in drei Gruppen mit jeweils fünf Schwimmern aufgeteilt. Jede Gruppe erhielt von Marion zwei Märchen, die in den Kleingruppen zu einem „modernen“ Märchen zusammengeschrieben und verändert werden sollten. Das Ergebnis sollte am Dienstagabend vorgestellt werden.
Um 22.00 Uhr hieß es dann: „Nachtruhe“!
2. Tag Samstag, 10. Mai
Bereits um 05.00 Uhr morgens waren die ersten Stimmen (besonders von Christiane) aus dem „Klein“-Mädchenzimmer (Judith, Katharina, Christiane, Sandra, Hanna) zu hören. Unsere Trainerin Marion trug es mit Fassung, denn sie wusste genau, dass dies nicht noch einmal passieren würde (wie Recht sie doch hatte J).
Ab jetzt hatten wir fünf Tage lang einen äußerst geregelten Tagesablauf:
Ab 7.30 Uhr gab es Frühstück, danach packten wir unsere Schwimmsachen und machten uns gegen 8.45 Uhr auf den Weg zum Schwimmbad. Auch dieser war sehr steil; man hatte den Eindruck, in Schwäbisch Hall geht es überall steil hoch… Jedenfalls kamen wir schon total k. o. im Schwimmbad an.
In diesem Training am Samstagmorgen (9.30 Uhr bis 11.00 Uhr) sollten wir uns erst einmal an die lange 50-Meter-Bahn gewöhnen. Mit einem dennoch schon recht anstrengenden Training (Umfang: bis zu 3,5 km) gelang uns das auch sehr gut und alle waren zufrieden mit dem ersten Training.
Um 12 Uhr stärkten wir uns (so war es übrigens jeden Tag) mit einem ausgiebigen Mittagessen, das immer sehr gut schmeckte! (Großes Lob an die Köche der JuHe-SHA!)
In der Mittagspause zwischen 12.30 Uhr und 14.45 Uhr konnten wir uns dann vom Training ausruhen, im Zimmer entspannen, auf der Wiese vor der Jugendherberge spielen, oder einfach gemütlich erzählen.
Um 14.45 Uhr stand schon die zweite Trainingseinheit an diesem Tag an, ein Trockentraining auf der Wiese vor der JuHe. Dieses machte sehr viel Spaß, auch wenn wieder viele anstrengende Übungen mit dem Theraband dabei waren.
Gleich im Anschluss machten wir uns an diesem Tag schon zum zweiten Mail auf den Marsch zum Schwimmbad.
Bis um 17.30 Uhr wurde trainiert; danach mussten wir uns zügig duschen und umziehen, um das Abendessen um 18.00 Uhr nicht zu verpassen. Am Abend dann hatten wir wieder Zeit, uns Gedanken über unser Märchen zu machen.
Bettruhe war – (so zumindest dachte Marion) wie immer – auch an diesem Tag um 22.00 Uhr.
3. Tag Sonntag, 11. Mai
So und / oder so ähnlich wie am Samstag liefen auch die folgenden Tage, selbstverständlich auch Marions „Quälereien“ ab! Wir gewöhnten uns schnell daran, mehrere Male am Tag zu trainieren und man glaubt es kaum, aber man kann (so zumindest geht es mir) regelrecht süchtig danach werden.
Ab jetzt werde ich hauptsächlich über die Tageshighlights (neben unseren Trainingseinheiten) berichten.
Das Training am Sonntag konzentrierte sich v.a. auf die beiden Schwimmstile Brust und Kraul. Dazu machten wir auch jeweils einen Technikteil, in dem wir die korrekte Technik noch einmal auffrischten und verbesserten.
Nachmittags und abends waren wir künstlerisch tätig und sorgten für unser Outfit. Mit der sogenannten Siebtechnik gestaltete jeder sein eigenes Trainingslager-T-Shirt. Die Ergebnisse sind auf den Fotos zu sehen!
4. Tag Montag, 12. Mai
Auch am Montag war Techniktraining angesagt. Diesmal waren die beiden anderen Stile dran, nämlich Schmetterling und Rücken.
Den Abend verbrachten wir im Kino. Es gab: „Love Vegas“…….und viiiieeeel Popcorn! Mehr, Cedrik, möchte ich dazu nicht sagen. ;-)
5. Tag Dienstag, 13. Mai
Am Dienstag war unser Mammuttrainingstag. Das Training war für drei Stunden im Wasser am Stück angesetzt. Jeder Schwimmer absolvierte an diesem Tag mindestens fünf bis sechs Kilometer. Um eine Vorstellung davon zu haben: Das ist ungefähr die Strecke von Neulußheim bis Oberhausen.
Auch Sarah, die trotz ihrer starken Erkältung etwas geschwächt war, zog das komplette Training ohne Pause durch!
Einen Eindruck gibt auch der Trainingsplan (6,3 km), den ich in 2 ¼ Stunden geschwommen bin:
Einschwimmen: 600m
Hauptteil: *8x50m HSA Beine
*1000m Kraul
*6x100m
*2x200m Brust !!!
*400m Krauls
*500m Rücken
*10x100m: 1. halbe Bahn immer ohne Atmung!
*6x200m: Lagen
Ausschwimmen: NSA Technik
Nach dem Training durften wir uns im Whirlpool ein bisschen entspannen und trafen uns dann umgezogen um 12.30 Uhr auf der Wiese im Außenbereich des Hallenbades.
Der Nachmittag stand uns zur freien Verfügung im gesamten Schwimmbad (Hallenbad und Freibad!). Und das war total klasse, denn das Schenkenseebad ist auch ein Spaßbad mit vielen Rutschen und v.a. der berühmten „Black Hole“ (meiner Meinung nach der besten Rutsche überhaupt!!!). Dazu muss man wissen, dass 2006 schon einmal eine Schwimmgruppe der SSG im Trainingslager in Schwäbisch Hall gewesen war. Damals hatte Christoph (so hat er’s uns erzählt) einen einzigartigen, kaum zu überbietenden 18-Sekunden-„Weltrekord“ im Rutschen der Black Hole aufgestellt.
Diesen galt es nun zu brechen. Mindestens zwei Stunden lang rutschte einer nach dem anderen! Dabei waren uns keine Mittel und Wege teuer genug (Kopfblessuren, geschundene bis zuweilen blutende Leisten, viele blaue Flecken und bis zu fünf Löcher in einem Badeanzug, das war leider meiner!!).
Ob der Weltrekord gebrochen wurde, bleibt ein Geheimnis … Pascal (bzw. der Zeitnehmer ;)) jedenfalls hatte zumindest eine 18-er Zeit geschafft!
Der Abend war mindestens so lustig und toll wie der Nachmittag, denn Schwimmer können auch schauspielern. Das hat man gemerkt, als die Märchen aufgeführt wurden. Jannik, der durchs Zimmer stolperte und Judith als etwas fülliger Bademeister mit Stoppuhr und Pfeife brachten uns ganz schön zum Lachen!
Auch der restliche Abend war sehr, sehr lustig. Marion, die bestimmt 1000ende witzige Gruppenspiele kennt, hielt uns auf Trapp.
6. Tag Mittwoch, 14. Mai
Am Mittwoch war schon leider unser letzter Trainingstag. Nachmittags schwammen wir zum Abschluss noch einen 100m-Kraul-Test. Marion war mit unseren Ergebnissen wirklich zufrieden.
Mit diesem letzten anstrengenden Training war das Trainingslager in schwimmerischer Hinsicht leider schon wieder vorbei. Alle waren ca 25-30 km geschwommen. Mirjam brachte es schließlich sogar auf genau 33,0 km.
Abends machten sich alle schick für unseren Discoabend im Gewölbekeller unserer JuHe. Heiner war ein super DJ, Marion (Hustert) eine perfekte Tanzlehrerin. Sie veranstaltete mit uns einen Crashkurs im Disco Fox mit allem, was dazu gehört: Grundschritt, Damensolo, Brezel, He goes – She goes, Bauchstreichler usw.
Wir tanzten den ganzen Abend und hatten so viel Spaß.
Besonders Katharina und Jannik, aber auch Hannah und Pascal, Joshua und Sandra tanzten wie die Wilden.
Am Schluss zeigten Isabelle und Oli uns noch den Jumpstyle-Tanz. Danach waren wir so verschwitzt und k.o., dass wir erst einmal duschen mussten, bevor wir uns zum letzten Mal in die Betten legten.
7. Tag Donnerstag, 14. Mai
Der letzte Tag war gekommen und wir mussten leider schon wieder unsere Koffer packen. Um 11.00 Uhr verabschiedeten wir uns von den Herbergseltern und machten uns auf den Heimweg.
Das Trainingslager war einfach toll! Wir hatten so viel Spaß miteinander und mit unserer Trainerin! Sie hat sich sehr viel Mühe mit uns gegeben und dafür möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bedanken…und wir könnten uns sogar vorstellen, (hoffentlich bald!!!) mal wieder gemeinsam ins Trainingslager zu gehen.
Franziska Baumeister











